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02. November 2015

Franz Josef Strauß als Außenpolitiker

Prof. Dr. Horst Möller, ehem. Direktor des Instituts für Zeitgeschichte

hans-möller-SchlottmannHorst Möller wurde als Sohn eines Bauunternehmers in Breslau geboren. Er machte 1963 sein Abitur an der Hoffmann-von-Fallersleben-Schule Braunschweig. Möller studierte Geschichte, Philosophie und Germanistik an den Universitäten Göttingen und Berlin, wo er 1969 das Staatsexamen ablegte und 1972 bei Thomas Nipperdey im Fachbereich 13 – Geschichtswissenschaften zum Dr. phil. promoviert wurde. Von 1969 bis 1977 war er wissenschaftlicher Assistent am Friedrich-Meinecke-Institut, 1978 habilitierte er sich dort. Die Gutachter der Arbeit waren Hans-Dietrich Loock und Ernst Nolte, wobei sie Nolte federführend unterstützt haben soll.

1978 wechselte er in das Bundespräsidialamt unter Walter Scheel nach Bonn. Von 1979 bis 1982 war er stellvertretender Direktor des Instituts für Zeitgeschichte (IfZ) in München, von 1982 bis 1989 Ordinarius für Neuere Geschichte an der Universität Erlangen-Nürnberg. Für drei Jahre (vom 1. April 1989 bis 31. März 1992) leitete er als Direktor das Deutsche Historische Institut in Paris. Von 1992 bis 2011 war er Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin und zugleich von 1992 bis 1996 Professor an der Universität Regensburg und von 1996 bis zu seiner Emeritierung 2011 Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sein Nachfolger als Direktor des IfZ ist sein Schüler Andreas Wirsching.

Unter seiner Leitung eröffnete das Institut für Zeitgeschichte eine Abteilung in Berlin und übernahm die fachliche Betreuung der Ausstellung auf dem Obersalzberg. Die Editionen der Tagebücher von Joseph Goebbels und der Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland wurden von ihm konzipiert.

Möllers Arbeitsschwerpunkt ist die deutsche und europäische Geschichte der Neuzeit. In der Festschrift zu seinem 65. Geburtstag hieß es: „Horst Möllers wissenschaftliche Wurzeln liegen in der Aufklärung – als Gegenstand wie als Methode.“

Nach seiner Emeritierung verfasste er eine umfangreiche Biographie über Franz Josef Strauß, die 2015 zu dessen 100. Geburtsjahr erschien. Er hatte als erster Wissenschaftler den vollen Zugang zum Strauß’schen Nachlass, der sich im Besitz der Hanns-Seidel-Stiftung befindet. (Text: Wikipedia Bild: Henning Schlottmann / wikipedia.de)