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18. September 2007

Klimawandel und Energiesicherheit: Herausforderung und Chance

Zusammenfassung

Energiesicherheit und Klimawandel: Herausforderung und Chance!

Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien diskutierten am 18. September vor ca. 400 Gästen im Amerika Haus diese Problematik. Die Redner widmeten sich in ihren Vorträgen den verschiedenen Aspekten:

1. der außenpolitischen Dimension der Versorgungssicherheit, die durch die Endlichkeit der Ressourcen, aber auch die Außenpolitik und politische Instabilität der Erzeugerländer in Frage
gestellt ist. Sie erfordert eine gemeinsame europäische Energieaußenpolitik sowie eine aktive Diversifizierung der Energieträger, Importe und-Routen, bei einem Gleichgewicht im Energietrias von Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umwelt-bzw. Klimaschutz.

2. dem Umwelt-bzw. Klimaschutz. Hier wurden die Ergebnisse des IPCC-Berichts v.a. die Auswirkungen der sehr wahrscheinlich vom Menschen verursachten CO2 Emissionen auf die Sektoren und Regionen der Welt dargestellt.

3. der amerikanischen Klimapolitik, die sich komplementär zu dem Ansatz der UN verhält und die Schwellenländer ins Boot holt. Der Ansatz der USA verfolgt die Kombination aus obligatorischen, freiwilligen und auf Anreizen basierenden Bestrebungen. Ziel ist die Entwicklung von neuen Technologien zur Bewältigung des Klimawandels, der Reduzierung der Abhängigkeit von Öl, der Forderung von Energiesicherheit und Verringerung der Umweltverschmutzung. Auch Atomkraft und CO2-freie Kohlekraftwerke sind eine Option.

4. sowie den bereits angebotenen Möglichkeiten der erneuerbaren Energien. Dabei wurde betont, dass Innovationen im Bereich Energiegewinnung-übertragung und-verbrauch zu signifikanten Effizienzsteigerungen führen und damit der Haupthebel zur Bekämpfung des Klimawandels und zur Schaffung von nachhaltigem Wachstum sind. Bereits heute verfügbare Technologien können die Klimaproblematik größtenteils lösen. Biodiesel und Wasserstoff wurden als Energieträger vorgestellt.

5. Die Seite der Investoren konnte, auch an Hand von Beispielen wie Unternehmen im Laufe der Jahre ihre CO2 Emissionen erfolgreich reduzieren und dabei ihre Gewinne steigern können (Love-Project), dargelegt werden.

Die folgende Diskussion in den Spannungsfeldern Energiesicherheit und Klimaschutz, der angebotenen Technologien und der Wettbewerbsfähigkeit ergab, dass weiterhin eine Abhängigkeit von einem Energiemix bestehen bleibt, doch die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen durch Investitionen in erneuerbare Energien verringert werden soll. Dazu muss das Thema in die Öffentlichkeit gebracht werden, damit die Rahmenbedingungen für derartige Investitionen geschaffen werden können.

Teilnehmer der Diskussion: Dr. Frank Umbach (DGAP, Energieexperte), Prof. Annette Menzel (TU München, Teilnehmerin am IPCC Bericht), Don Shemanski (Minister Councelor for Global Affairs, US Botschaft Berlin), Dr. Sven-Uwe Müller (Siemens, Global Government Affairs), Detlef Schubert (Staatssekretär, Ministerium für Wirtschaft und Arbeit Sachsen Anhalt), Dieter Heisig (CEO G.A.T.E. Global Alternative Energy Germany GmbH), Dr. Joachim Wolf (Linde, Executive Director Hydrogen Solutions), Mag. Ernst Eberhard (Hypo-Alpe-Adria Bank, Mitglied des Vorstands), Dr. Marcel Reichart (Geschäftsführer Hubert Burda Media R&D, cohost DLD Conference), Dr. Beatrice Bischof (GfA, Mitglied des Vorstands).

(Text: Dr. Beatrice Bischof)