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19. Februar 2018

Making China Great Again – Chinas neue Strategie als Herausforderung und Chance für Europa

Prof. Dr. Markus Taube, Mercator School of Management, Universität Duisburg-Essen

Nach dem Rückzug der USA aus dem Trans Pacific Partnership-Abkommen (TPP) propagiert China verstärkt das Projekt einer Freihandelszone in Asien unter seiner Führung. Gleichzeitig verfolgt China weiterhin aktiv das Projekt One Belt One Road („Neue Seidenstraße“), das sowohl Land- als auch Seewege von China nach Europa umfasst, entlang derer China mit beteiligten Staaten bilaterale Abkommen über Infrastrukturprojekte schließen will. Durch die Vergabe von Krediten für diese Projekte möchte es seinen Firmen neue Möglichkeiten eröffnen und Einfluss gewinnen.
Auf dem China–Mittel–Ost–Europa–Gipfel („16 + 1 Gipfel“) in Budapest Ende November 2017 kündigte Chinas Außenminister an, dass Milliarden US-Dollar für den Bau von Infrastruktur nach Osteuropa fließen sollen. Chinesische Firmen kaufen verstärkt Firmen in der EU, insbesondere Technologiefirmen, während die Bedingungen für europäische Firmen in China schwieriger geworden sind.

 

Prof. Dr. Markus Taube ist seit 2000 Inhaber des Lehrstuhls für Ostasienwirtschaft/China an der Mercator School of Management an der Universität Duisburg-Essen und leitet dort als Direktor die IN–EAST School of Advanced Studies. Seit 2017 berät er das Bundesministerium für Bildung und Forschung bei der „Sino-German Innovation Platform“.
Er war Gastprofessor an verschiedenen chinesischen Universitäten. Nach dem Studium der Sinologie und der Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten Trier und Wuhan (VR China) forschte und promovierte er an der Universität Bochum mit Schwerpunkt Wirtschaft Ostasiens. Von 1996 bis 2000 war er Senior Researcher am ifo Institut für Wirtschaftsforschung in München.
Prof. Taube ist ein langjähriger Beobachter und Kenner der Wirtschaftspolitik und der Außenwirtschafts-strategie der chinesischen Regierung.

 

Einführung: Dr. Klaus Wild, Mitglied des Vorstands