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20. März 2015

Ebola und globales Krisenmanagement

Botschafter Walter J. Lindner, Sonderbeauftragter der Bundesregierung für die Ebola-Krise

Ungeahnte Krisen sind in den vergangenen Monaten über uns hereingebrochen. Das prachtvolle Treffen der G20 Gruppe in St. Petersburg ging unter im ukrainischen Kampfgetöse, der Glaube an den Sieg über Al-Kaida wurde ausgelöscht durch die Wahnsinnstaten von IS.

Und im März vor einem Jahr brach in Westafrika – in Sierra Leone, Liberia und Guinea – der Horror einer Epidemie aus – Ebola. Es ist gelungen, eine weltweite Ausbreitung zu verhindern, aber „Ebola is real“ heißt es auf den Plakaten in Westafrika. Denn die „Geheilten“ sind Überlebende, da es keine kausale Therapie gibt.

Umso mehr ist jenen Menschen – Helfern, Soldaten, Organisatoren, Ärzten – für ihren unermüdlichen und wachsamen Einsatz zu danken. Sie haben großen persönlichen Mut und hohe soziale Verantwortung bewiesen. Botschafter Walter J. Lindner gehört zu ihnen.

Auf Vorschlag von Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat die Bundesregierung Botschafter Walter Lindner zum Sonderbeauftragten der Bundesregierung für den Kampf gegen die Ebola-Krise benannt. Das Bundeskabinett hat die Ernennung am 8. Oktober 2014 beschlossen.

Der Sonderbeauftragte soll die Bemühungen des Auswärtigen Amtes und der Bundesregierung in der Bekämpfung der Ebola-Epidemie koordinieren. Er wird darin durch einen neuen Arbeitsstab “Ebola” unterstützt.

Lindner war zuletzt Botschafter in Venezuela. Zuvor war er Krisenbeauftragter und Afrika-Beauftragter sowie Sprecher des Auswärtigen Amts.