Save the Date: Europa in der NATO stärken – sind wir auf dem richtigen Weg?

17.11.2026 - 19:00 Uhr

General a.D, Robert Brieger und Botschafter a.D. Martin Erdmann

„Die NATO muss europäischer werden, damit sie transatlantisch bleiben kann“, postulierte Bundeskanzler Merz in einer Rede am 26. Juli dieses Jahres in Paderborn. Der Grund dafür ist offensichtlich: Die USA unter Präsident Trump sind nicht mehr länger willens und vielleicht angesichts der globalen Herausforderungen auch nicht mehr länger in der Lage, den Europäern den sicherheitspolitischen Vollkaskoschutz zu gewähren, der die transatlantischen Beziehungen in den vergangenen Jahrzehnten geprägt hat. Und gleichzeitig hat der russische Angriffskrieg auf die Ukraine deutlich gemacht, dass, um Bundeskanzler Merz erneut zu zitieren, unser freiheitliches Europa als Ganzes bedroht ist und wir jetzt handeln müssen, wenn wir die neue Weltordnung im Sinne unserer Werte und Interessen mitgestalten wollen.

Doch sind wir zu diesem Ziel auf dem richtigen Weg? Über diese Fragen diskutieren der ehemalige Vorsitzende des Militärausschusses der Europäischen Union, General a.D. Brieger, und der ehemalige Ständige Vertreter Deutschlands bei der NATO, Botschafter a.D. Martin Erdmann.

Moderation:

Botschafter a.D. Johannes Haindl, Erster Vorsitzender der Gesellschaft für Außenpolitik

General a.D. Johann Langenegger, Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Außenpolitik

General a.D, Robert Brieger kann auf langjährige Auslandserfahrung zurückblicken. Nach verschiedenen Leitungsfunktionen im In- und Ausland war er u.a. Kommandant des österreichisches Kontingents im Rahmen der NATO-Mission KFOR im Kosovo und der EU-Mission Operation Althea in Bosnien und Herzegowina. 2018 wurde er zum Generalstabschef des österreichisches Bundesheeres ernannt. 2021 wurde er von den EU-Mitgliedsstaaten zum Vorsitzenden des Militärausschusses der Europäischen Union gewählt und stand damit bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2025 dem höchsten militärischen Gremiums der Union vor.

Botschafter a.D. Martin Erdmann verfügt über eine fünfzehnjährige ununterbrochene sicherheitspolitische Erfahrung im nordatlantischen Bündnis. Von 2010 bis 2015 leitete er die Ständige Vertretung Deutschlands bei der NATO, wo er von 2000 bis 2005 bereits die Funktion des Gesandten innehatte; in den dazwischenliegenden fünf Jahren diente er dem Generalsekretär des Bündnisses als Beigeordneter Generalsekretär für Politische Angelegenheit. Vor seiner Verwendung bei der NATO war er u.a. Sprecher des Auswärtigen Amtes unter den Ministern Kinkel und Fischer. Sein letzter Posten führte ihn als Botschafter in Türkei.

 

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