1. Vorsitzender
Johannes Haindl
Botschafter a.D.
2. Vorsitzende
Prof. Dr. Marie-Janine Calic
Professorin für Ost- und Südosteuropäische Geschichte, Ludwig-Maximilians-Universität München
Schatzmeister
Dr. Rainer Stinner
MdB a.D., FDP
Dr. Josef Braml
European Director der Trilateralen Kommission
Yvonne Esterházy
Journalistin
Dr. Susanne Glass
Redaktionsleiterin Ausland BR
Gen. Johann Langenegger
Generalleutnant a.D.
Vigdis Nipperdey
Juristin
Prof. Kiran Klaus Patel
Professor für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte, Ludwig-Maximilian-Universität München
Dr. Josef Braml ist USA-Experte und European Director der Trilateral Commission – einer einflussreichen globalen Plattform für den Dialog eines exklusiven Kreises politischer und wirtschaftlicher Entscheider/innen Amerikas, Europas und Asiens. Zuvor war er u.a. bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, der Stiftung Wissenschaft und Politik, dem Aspen Institut, der Brookings Institution, der Weltbank und als legislativer Berater im US-Abgeordnetenhaus tätig. Zuletzt sind beim Verlag C.H.Beck sein mit Mathew Burrows verfasstes Buch „Die Traumwandler. Wie China und die USA in einen neuen Weltkrieg schlittern“ und sein weiterhin aktueller Bestseller „Die transatlantische Illusion. Die neue Weltordnung und wie wir uns darin behaupten können“ erschienen. In ihrem neuen Buch „World to Come – The Return of Trump and the End of the Old Order“ beschreiben Braml und Burrows die Gefahren und Chancen der neu entstehenden Weltordnung

Marie-Janine Calic ist Professorin für Ost- und Südosteuropäische Geschichte an der Universität München und war zuvor Dekanin der Fakultät für Geschichte und Kunstwissenschaften. Sie war Gastwissenschaftlerin in Harvard und Gastprofessorin am College of Europe/Natolin. Außerhalb ihrer Festanstellung arbeitete sie für den Sonderkoordinator des Stabilitätspakts für Südosteuropa in Brüssel, das UNPROFOR-Hauptquartier in Zagreb und das ICTY in Den Haag. Sie ist Autorin zahlreicher Publikationen, darunter die Monografien Geschichte des Balkans (2023), Südosteuropa. Weltgeschichte einer Region (2019), Geschichte Jugoslawiens (2022) und Tito. Der ewige Partisan (2022). Sie wurden in viele Sprachen übersetzt. Ihr Buch „Balkan-Odyssee. Auf der Flucht vor Hitler durch Südosteuropa“ wurde 2026 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Sachbuch/Essayistik ausgezeichnet. Sie ist Mitglied des PEN Deutschland und kommentiert regelmäßig Balkan-Themen in den Medien.
Yvonne Esterházy ist Journalistin und ehrenamtliche Mitarbeiterin einer Stiftung, die Projekte für Geflüchtete unterstützt. Als Auslandskorrespondentin für deutsche Medien arbeitete sie an der Schnittstelle von Politik und Wirtschaft, zuletzt 15 Jahre lang für die WirtschaftsWoche in London, wo sie unter anderem über die Finanzkrise und den Brexit berichtete. Nach dem Studium an der Ludwig-Maximilians-Universität und einem Forschungsaufenthalt in Brasilien startete sie ihre Karriere bei der Nachrichtenagentur Reuters. Weitere Stationen waren das Handelsblatt, wo sie u.a. als Korrespondentin in Washington arbeitete und die Financial Times Deutschland, wo sie als US-Korrespondentin über den Terroranschlag des 11. September 2001 und seine Folgen schrieb.

Johannes Haindl war bis Sommer 2022 deutscher Botschafter in Ungarn. Er war zuvor in gleicher Funktion in Österreich und der Tschechischen Republik auf Posten, zudem deutscher Vertreter im Politischen und Sicherheitspolitischen Komitee der EU und an den Botschaften in Washington und Belgrad tätig. Während seiner in der Zentrale des Auswärtigen Amtes verbrachten Jahre galt der Schwerpunkt seiner Arbeit Südosteuropa. Ehe er in das Auswärtige Amt eintrat, arbeitete er nach seinem Jurastudium als Fernsehjournalist beim Bayerischen Rundfunk.

Vigdis Nipperdey ist seit 2000 Mitglied im Vorstand der Gesellschaft für Außenpolitik und steht damit für Kontinuität über längere Zeitläufte. Von Hause aus Juristin war sie Geschäftsführerin des Forum Ebenhausen bei der Stiftung Wissenschaft und Politik bis zu deren Wegzug von Ebenhausen nach Berlin. Von 1998 an war sie Mitglied des Hochschulrates der TU München, von 2001 an Vorsitzende des Hochschul- und Verwaltungsrates der TU München. Heute ist sie Bezirksvorsitzende von Oberbayern des Arbeitskreises Hochschule und Kultur der CSU und Mitglied des Landesvorstands des AKH. In ihrer Heimatgemeinde Icking ist sie seit vielen Jahren Mitglied des Gemeinderates. Sie ist Trägerin des Bundesverdienstkreuzes und des Bayerischen Verdienstordens. Ihr 1992 verstorbener Mann war der Münchner Historiker Thomas Nipperdey. Sie haben vier Kinder und sieben Enkelkinder.

Dr. Susanne Glass ist Redaktionsleiterin Ausland und politischer Hintergrund beim Bayerischen Rundfunk in München, verantwortlich für TV, Radio sowie Online Formate. Sie kommentiert für die ARD Tagesthemen und moderiert u. a. den ARD Brennpunkt. Zuvor war sie Studioleiterin und Chefkorrespondentin im ARD Studio Tel Aviv (zuständig für Israel und palästinensische Gebiete) sowie ARD-Korrespondentin und Leiterin des Studios Wien (zuständig für Österreich und Südosteuropa). Von Februar 2006 bis Februar 2016 leitete sie als Präsidentin den Verband der Auslandspresse in Wien. Sie ist ehrenamtliche Mitinitiatorin des europäischen Mediengipfels in Lech am Arlberg und Seefeld sowie des europäischen Medienmittelpunktes in Bad Aussee. Seit 2020 organisierte sie außerdem gemeinsam mit der israelischen Start-Up-Unternehmerin Jenny Havemann den israelisch-europäischen Media-Summit. Susanne Glass ist Autorin mehrerer Bücher. Sie wurde für Ihre journalistische Arbeit mit diversen Preisen ausgezeichnet. Außerdem wurde ihr das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen.
Johann Langenegger, Generalleutnant a.D., trug in seiner 45-jährigen Dienstzeit Führungsverantwortung bis in die höchsten Ebenen, zuletzt als Stellvertretender Inspekteur des Heeres und Kommandeur Einsatz im Kommando Heer in Strausberg.
Daneben war er u.a. mehrfach im Leitungsbereich des Bundesministeriums der Verteidigung, als Dozent an der Führungsakademie der Bundeswehr, im NATO-Hauptquartier und als Chef des Stabes der „Mission Resolute Support“ in Afghanistan tätig.

Rainer Stinner hat Betriebswirtschaftslehre studiert und jahrzehntelang als Unternehmensberater im internationalen Umfeld gearbeitet. Seit 1973 ist er Mitglied der FDP und war von 2002 bis 2013 Mitglied des Deutschen Bundestages, von 2009 bis 2013 war er Außenpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion. Seine Schwerpunkte waren die Außen- und Sicherheitspolitik. Er war Mitglied der NATO-Parlamentarierversammlung. Seit 2005 hat sich zunehmend sein Interesse an China herausgebildet, das auch nach seinem Ausscheiden aus der aktiven Politik unvermindert anhält. In diesen Politikfeldern ist er weiterhin vielfältig als Referent tätig.
Prof. Dr. Kiran Patel ist Lehrstuhlinhaber für Neuere und Neueste Geschichte an der LMU München. Zudem ist er Direktor des „Projekthauses Europa“. Zuvor hatte er Lehrstühle an der Maastricht University
und dem Europäischen Hochschulinstitut in Florenz inne. Gastprofessur en und Stipendien
führten ihn u.a. an die FU Berlin, die Harvard University, die London School of Economics, die
University of Oxford sowie an die EHESS in Paris. Er ist Autor zahlreicher Publikationen zur
europäischen und US amerikanischen Geschichte (u.a Projekt Europa. Eine kritische
Geschichte, München 2018).
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