Panel: Europas „illiberale Demokratien“ und die Zukunft der EU

05.03.2026 - 19:00 Uhr

Panel mit

Dr. Daniel Hegedüs, Stellvertretender Direktor des Instituts für Europäische Politik in Berlin

und Botschafter a. D. Johannes Haindl

Weltweit sind illiberale Regime auf dem Vormarsch. Auch in Europa nimmt die Autokratisierung der politischen Systeme zu. Das Panel analysiert Ursachen und Erscheinungsformen des neuen Illiberalismus und identifiziert politische und institutionelle Herausforderungen für die Europäische Union. Im Zentrum steht die Lage in Ungarn unter Viktor Orbán im Vorfeld der Wahlen im April 2026. Wo steht das Land heute und welche Szenarien sind in Zukunft zu erwarten? Auch in den Nachbarstaaten verstärken sich illiberale Tendenzen, etwa in Serbien und der Türkei. Zugleich erlebt Europa neue geopolitische Verwerfungen, da die USA, China und Russland um eine neue Weltordnung ringen. Wie kann sich die EU in einem zunehmend antagonistischen internationalen Umfeld behaupten? Wie sollte sie agieren, um Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und europäische Werte – und nicht zuletzt auch den eigenen Zusammenhalt – zu sichern?

Moderation: Prof. Marie-Janine Calic, 2. Vorsitzende der Gesellschaft für Außenpolitik

Daniel Hegedüs ist stellvertretender Direktor des Instituts für Europäische Politik (IEP) in Berlin, senior visiting fellow beim German Marshall Fund of the United States (GMF) und assoziierter Forscher am Democracy Institute der Central European University. Er publiziert und spricht regelmäßig über Populismus und demokratische Rückentwicklung in der EU mit einem besonderen Focus an Mittel- und Osteuropa, sowie über die EU- und Außenpolitik der Visegrád-Staaten. Seine Analysen werden häufig in Medien wie AFP, Financial Times, New York Times, Euractiv, EU Observer und Der Spiegel zitiert. Er hat Politikwissenschaft, Geschichte und Europäisches Recht an der Eötvös-Loránd-Universität in Budapest und der Humboldt-Universität zu Berlin studiert.

Vor seiner Tätigkeit beim IEP war er Regionaldirektor für Mitteleuropa bei GMF und in verschiedenen Forschungs-, Lehr- und Projektmanagementfunktionen bei Freedom House, der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) und der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) tätig. Zudem lehrte er am Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin, an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie an der Eötvös-Loránd-Universität in Budapest.

Johannes Haindl war bis Sommer 2022 deutscher Botschafter in Ungarn. Er war zuvor in gleicher Funktion in Österreich und der Tschechischen Republik auf Posten, zudem deutscher Vertreter im Politischen und Sicherheitspolitischen Komitee der EU und an den Botschaften in Washington und Belgrad tätig. Während seiner in der Zentrale des Auswärtigen Amtes verbrachten Jahre galt der Schwerpunkt seiner Arbeit Südosteuropa. Ehe er in das Auswärtige Amt eintrat, arbeitete er nach seinem Jurastudium als Fernsehjournalist beim Bayerischen Rundfunk.

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