12.11.2026 - 19:00 Uhr
In Brasilien, Lateinamerikas größter Demokratie, kündigt sich das Ende einer Ära an: Wer wird nächstes Jahr den zweitgrößten Staat des amerikanischen Kontinents regieren? Der Rechtsruck bei den Gouverneurs- und Senatswahlen verschiebt schon jetzt die Machtverhältnisse im ganzen Land. Denn im Kongress und in den einzelnen Bundestaaten wird das rechtskonservative Lager um den 45jährigen Flávio Bolsonaro unabhängig vom Ausgang der Stichwahlen um die Präsidentschaft am 25. Oktober künftig weit mehr Einfluss auf die Politik haben als bisher. Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva („Lula“) ist über 80 Jahre alt, Jahrzehnte lang hatte er die
brasilianische Politik dominiert. Selbst im Falle einer vierten Amtszeit wäre er aber politisch geschwächt. Was sind die geo- und umweltpolitischen Folgen dieser Entwicklung? Und was kommt auf die deutsche Wirtschaft zu? Mehr als 1000 deutsche Unternehmen sind in dem rohstoffreichen Land aktiv, viele davon aus Bayern. Das EU-Handelsabkommen mit den MERCOSUR-Staaten ist zwar erst vorläufig in Kraft, öffnet aber mit 700 Millionen Menschen eine der größten Freihandelszonen der Welt.
Auf dem Podium:
Alexander Busch, Südamerikakorrespondent des Handelsblatts und der NZZ
Moderation: Yvonne Esterházy, Mitglied des Vorstands der Gesellschaft für Außenpolitik
Anmeldung
Anmeldung erforderlich über das Amerikahaus - Link folgt
Ort
Amerikahaus
Karolinensaal, 1. Stock
Karolinenplatz 3
80333 München
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