Kein weiteres „Amerikanisches Jahrhundert“? Thesen zum gegenwärtigen Zustand der Vereinigten Staaten und ihre internationale Rolle in der Zukunft

31.01.2023 - 19:00 Uhr

Prof. Dr. Michael Zöller, Universität Bayreuth

Allerlei Experten sagen seit einiger Zeit das Ende des „Amerikanischen Jahrhunderts“ voraus. Wie erklären sich diese Zweifel bis hin zum Abgesang? Liegt es an der gegenwärtigen inneren Verfassung, an besonderen politischen Denkweisen und Institutionen? Müssen wir in der Folge befürchten, dass die USA ihre hegemoniale Rolle nicht mehr spielen kann oder will? Oder dürfen wir auf die Kraft der alten Demokratie hoffen?

Einführung und Moderation: Vigdis Nipperdey, Mitglied des Vorstands

Michael Zöller hatte bis zu seiner Emeritierung den Lehrstuhl für politische Soziologie an der Universität Bayreuth inne. Zu seinen Schwerpunkten gehören die USA, wo er über Jahrzehnte Visiting Professor und Fellow war, unter anderem in Notre Dame, Chicago und am Woodrow-Wilson-Center Washington.
Seine Veröffentlichungen haben Politische Ökonomie und Ideengeschichte, Religionssoziologie, die Entstehung und Entwicklung der Bundesrepublik und die USA zum Thema.

In der Welt der Bildungs- und Wissenschaftspolitik wirkte er u.a. im Vorstand des Bundes Freiheit der Wissenschaft, als Vertreter Bayerns im Deutschen Bildungsrat, als Vizepräsident der Mont-Pèlerin-Gesellschaft, im Stiftungsrat der Katholischen Universität Eichstätt und im Wissenschaftlichen Rat der Katholischen Akademie in Bayern.

 

Die Vereinigten Staaten bleiben der wichtigste Anker für eine stabile Weltordnung. Unsere Sicherheit und unserer Wohlstand werden nach wie vor stark von den USA geprägt. Mit Joe Biden amtiert nun wieder ein Präsident, der in internationaler Kooperation versiert ist. Allerdings verfolgt auch Biden primär die Interessen seines Landes, wie seine Programmatik zeigt: Buy American, Investing in Americans, Rebuilding the Middle Class. Außenpolitik wird wie überall durch gesellschaftliche Interessen und Ideen geprägt. Deutschland und Europa müssen daher lernen, die innenpolitischen Kräfte und Probleme der USA zu respektieren, um die transatlantischen Beziehungen konstruktiv und realistisch zu gestalten.

Die Gesellschaft für Außenpolitik möchte mit der Veranstaltungsreihe „USA im Fokus“ dazu beitragen, die USA besser zu verstehen, um Handlungsoptionen für die deutsche und europäische Politik aufzuzeigen. Mehr Informationen hier.

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