Gesellschaft für Außenpolitik

Aktuelles

22.11.2019

Veranstaltungsrückblick: Bayerische „Außenpolitik“ im Wandel der Zeit

Die auswärtige Kulturpolitik des Freistaates Bayern 1945-1978, das war das Thema am Mittwoch den 13. November 2019. Dr. Thomas Jehle stellte sein neues Buch, seine Promotion, im Instituto Cervantes vor. Zu diesem Anlass haben sich das Instituto Cervantes, das Institut für Bayerische Geschichte der LMU, die deutsch-hispanische Gesellschaft und die Kommission für Bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften zusammengetan und den Abend veranstaltet. Botschafter a. D. Konrad Scharinger, erster Vorstand der Gesellschaft für Außenpolitik, wurde zur Diskussion im Anschluss auf das Podium mit Dr. Thomas Jehle und Prof. Dr. Ferdinand Kramer, Vorsitzender der Kommission für Bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften geladen.

Der Freistaat Bayern verfügte in den Nachkriegsjahrzehnten mit seinen kulturellen Schätzen über ein vielfältig einsetzbares Mittel, um ausgehend von einem Selbstverständnis als international vernetzter Kulturstaat Europas ein dichtes Netz an Außenbeziehungen zu knüpfen. Mit der auswärtigen Kulturpolitik als Instrument der Föderalismus- und der Außenwirtschaftspolitik entwickelte der Freistaat ein Politikfeld, das gleichzeitig für die Rückkehr der jungen Republik in die Völkergemeinschaft eine Stütze war.

Botschafter Scharinger stellte einige praktische Beispiele der Aufgaben von Kulturreferenten an deutschen Botschaften dar und erklärte auch die Herausforderungen im Wandel der Zeit. War es in den frühen Jahren die hohe Kultur, die vermittelt werden sollte (Kunst, Musik, Literatur), ist eine der heutigen Herausforderungen die sehr schnelle Entwicklung der Kommunikationsmittel, die Digitalisierung. Dabei verlieren bisher genutzte Kanäle an Bedeutung. Internet und Digitalisierung ermöglichen den Zugang von überall aus und von jedem. Jeder kann mitmischen. Das ist eine Herausforderung für das Auswärtige Amt, das seine Mittel an die neue Lage anpassen muss. Gefordert sind dabei die Mittler-Organisationen wie das Goethe-Institut oder der deutschen akademischen Auslandsdienste.

V.l.n.r.: Dr. Thomas Jehle, Prof. Dr. Ferdinand Kramer und Botschafter Konrad Scharinger

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