Gesellschaft für Außenpolitik

Was vom Arabischen Frühling übrig blieb – zur aktuellen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Situation in Tunesien und Ägypten

14.03.2019 - 19:00 Uhr

Franz Maget, MdL a.D.

Vor gut acht Jahren löste die Selbstverbrennung eines jungen Gemüsehändlers eine nachhaltige Transformation der gesamten arabischen Welt aus. Nach dem tunesischen Volk, das im Rahmen einer vergleichsweise unblutigen Revolution seinen autokratischen Herrscher in die Flucht schlug, erzwangen auch ägyptische Demonstranten die Abdankung ihres langjährigen Machthabers. In den folgenden Jahren durchliefen die beiden Staaten sehr unterschiedliche Entwicklungen: während Tunesien der Sprung in eine weitgehend repräsentative Demokratie gelang, erlebte Ägypten eine Reautokratisierung. Ungeachtet dieses offenkundigen Unterschieds stehen beide Staaten und ihre Bevölkerungen heute vor großen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen.

Hierzu referiert der studierte Historiker und Sozialwissenschaftler Franz Maget, der von 1990 bis 2013 Mitglied des bayerischen Landtags war, in den letzten vier Jahren seiner Mandatszeit in der Funktion des 2. Vizepräsidenten. Von 2000 bis 2009 war er zudem Vorsitzender der SPD Landtagsfraktion.

Nach seinem Ausscheiden aus der aktiven Politik widmete er sich beruflich der Analyse und Begleitung der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen in Nordafrika.
So bekleidete er von Dezember 2015 bis Mai 2018 die Funktion eines Sozialreferenten an der Deutschen Botschaft in Tunis – eine Tätigkeit, im Rahmen derer er sich auch intensiv mit den sozialen Dynamiken in Ägypten befasste.

Seit Januar 2019 ist Herr Maget Beauftragter des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Rahmen des Compact with Africa.

Einführung
Dr. René Rieger, Mitglied des Vorstands der Gesellschaft für Außenpolitik

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